Veranstaltungen

Eine deutsche Farce vom Michael Schneider

Die Wiedergutmachung oder wie man einen verlorenen Krieg gewinnt

Regie: Jutta Schubert

Es spielen Tim Albrecht, Pascal Fey, Gedeon Höfer und Konrad Kißler
Unter der Regie von Jutta Schubert führt ein Ensemble der Schule für Schauspiel Wiesbaden "Die Wiedergutmachung oder wie man einen verlorenen Krieg gewinnt - eine deutsche Farce" von Michael Schneider auf.
Michael Schneider, der 2010 für sein Lebenswerk mit dem George-Konell-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden geehrt wurde, brachte 1977 als Hausautor und Dramaturg dieses Stück zur Uraufführung am Hessischen Staatstheater Wiesbaden. Getroffene Hunde bellten: Nach wenigen ausverkauften Vorstellungen setzte das Theater das Stück auf Druck einflussreicher konservativer Kreise ab. Es geht darin um die Lage in Deutschland 1945, als die Kriegsgewinnler und -verbrecher am Boden lagen, aber helfende Hände ihnen wieder mächtige Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland verschafften.

Obwohl Die Wiedergutmachung kein politisches Dokumentarstück im herkömmlichen Sinne ist, (…) hat das Stück doch, was den Handlungsverlauf und die in ihm verarbeiteten geschichtlichen Fakten betrifft, einen streng dokumentarischen Charakter. Jede Szene in ihm kann durch eine Fülle von historischen Dokumenten beglaubigt werden. Anders gesagt: "die Personen sind frei erfunden, die Geschichte nicht!“ (Schneider)

Anschließend suchen Autor und Regisseurin das Gespräch mit dem Publikum.

Donnerstag, den 15. November 2018, 19.30 Uhr

Saal im Treffpunkt Aktiv, Adlerstraße 19, Wiesbaden

Eintritt frei – gefördert vom Ortsbeirat Mitte Wiesbaden

Veranstalter: Caliban Literaturwerkstatt e.V.

Foto: Michael Schneider 2011

Helmut Bohl und Michael Forßbohm über Maxim Gorkis Leben und Werk

„Mit Tränen löschst du das Feuer nicht“

Er lebte in einer bewegten Zeit in Russland, und so war auch sein Leben: mit elf Jahren verwaist, schlug sich Alexej Peschkow unter fremden Menschen durch, mit 24 Jahren (1892) veröffentlichte er seine erste Erzählung unter dem Pseudonym Maxim Gorki, mit 30 gelang ihm der Durchbruch als Erzähler, kurz darauf als Dramatiker mit „Nachtasyl“, dem meistgespielten Stück im Berlin der ersten Jahre des 20. Jahrhunderts. 1905 zählte er zu den Aktiven des Aufstands gegen den Zaren, 1906 ging er ins Exil. Weltruhm erlangte er mit der „Mutter“, seinem dritten Roman. Nahezu unbekannt ist sein mutiges Eintreten für Demokratie und Freiheit nach der Oktoberrevolution 1917; seine Zeitung „Neues Leben“ wurde im Juli 1918 verboten, Gorki wanderte 1921 erneut aus. Umso mehr Rätsel gibt seine Rückkehr in die Sowjetunion 1928 auf, wo er, mit Ehren überhäuft, im „goldenen Käfig“ Stalins 1936 starb.
Hören Sie die Erzählung „Sechsundzwanzig und eine“, Ausschnitte aus der „Mutter“ und Zeitungsartikel aus dem „Neuen Leben“. Es liest Helmut Bohl.
Mittwoch, den 7. November 2018, 19.30 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
Eintritt 5 €, Einlass ab 19.00 Uhr
Mit Förderung durch das Kulturamt Wiesbaden

Termine zum Vormerken

04.12.2018 Haiku – Auslese 2018, Literaturtreff Multatuli, 19.30 Uhr

 

11.12.2018 Versuch, seinen Autor zu treffen, Erzählung von Otto Winzen, Literaturtreff Multatuli, 19.30 Uhr

Bisherige Veranstaltungen:

Petra Müller-Wille, Moni Gerloff und Michael Forßbohm

Uwe Johnson: Jahrestage

Am 20. August 1968, einen Tag vor dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in Prag, enden die Eintragungen des vierten Bandes des Romans „Jahrestage”.

Petra Müller-Wille, Moni Gerloff und Michael Forßbohm gehen auf die Suche, was uns dieser große Roman von Uwe Johnson 35 Jahre nach seinem Erscheinen und 50 Jahre nach seinem Erzähl-Ende noch sagen kann.

Themen des Romans sind Entfremdung, die Suche nach Identität und einem Leben in einer humanen Gesellschaft sowie die Frage nach Verantwortung und Schuld im Sinne der Frage von Adorno, ob ein richtiges Leben im falschen möglich sei. Einige zentrale Stellen des Romans werden gelesen, in Hinblick auf Inhalt und Form eingeordnet und sollen Lust machen auf eine (neue) Begegnung mit dem Buch.

Mittwoch, den 17. Oktober 2018, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt 5 €, Einlass ab 19.00 Uhr

Mit Förderung durch das Kulturamt Wiesbaden

Literaturfreunde Dichterviertel

Emily Jane Brontë

Szenische Lesung

In diesem Monat, am 30. Juli, jährt sich der Geburtstag der englischen Schriftstellerin zum 200. Male. Phasen ihres Lebens werden dargestellt und Auszüge aus ihrem Werk präsentiert.

Ihr Hauptwerk ist der Roman: Die Sturmhöhe. Zunächst unverstanden begeistert er heute die LeserInnen aufgrund seiner realistischen Schilderung des Lebens in der einsamen Moorgegend. Nur wenig bekannt ist, dass sie auch Gedichte schrieb. Auch diese werden gelesen.

Konzept und Rahmenhandlung: Dr. Rita Rosen

Montag, den 30. Juli 2018, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt 5 €, Einlass ab 19.00 Uhr

Mit Förderung durch das Kulturamt Wiesbaden

Eine Reise nach Kirgistan

Aglaja und Günter Beyes

Impressionen & Lesung

Kirgistan, ein zentralasiatischer Staat mit nur fünfeinhalb Millionen Einwohnern, ist die Heimat von Tschingis Aitmatov. Der sowjetische Autor spiegelt die Weite des Landes und die Nöte und Sehnsüchte der Kirgisen wider und schildert, wie sie ihr Leben meistern.

Aglaja und Günter Beyes besuchten Kirgistan im August 2017 zusammen mit dem IAK (Internationaler Arbeitskreis) Politisch Reisen e.V. Sie nutzten die Gelegenheit, Gespräche mit Mitgliedern von Nicht-Regierungs-Organisationen zu führen und bekamen Einblicke in politische und ökologische Zusammenhänge. Darüber werden sie in einem Lichtbilder-Vortrag berichten.

Im zweiten Teil des Abends wird Aglaja Beyes Auszüge aus Tschingis Aitmatovs Erzählung: „Der erste Lehrer“ aus dem Jahre 1962 vortragen. Die Handlung spielt im Jahre 1924, in einem Dorf ohne Schule. Lassen Sie sich überraschen ...

Mittwoch, den 13. Juni 2018, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31 in Wiesbaden

Eintritt 5 € inkl. eines Getränks, Einlass ab 19.00 Uhr

 

Thomas Regehly

Wechsellektüren

Goethe liest Schopenhauer und umgekehrt

Der junge Schopenhauer kam 1807 nach Weimar, wo er im Salon seiner Mutter Johanna dem "Riesenbruder" Kants und "Dichter der Deutschen", Goethe, begegnete. Seine Dissertation war für Goethe der Anlass, ihn im Winter 1813 zu Experimenten zur Farbenlehre einzuladen. Die Wege trennten sich bald, man blieb aber in Verbindung.

Während Schopenhauer die Schriften des „Einzigen“ zeit seines Lebens las und oft zitierte, widmete Goethe den ihm persönlich zugeeigneten Schriften des jungen Philosophen nicht die gebührende Aufmerksamkeit, was den Autor sehr bekümmerte. In seinen Frankfurter Jahren sah er sich als Goethes Rächer in Sachen Farbenlehre. Der Vortrag versucht, ausgehend von den Lektüren Licht auf das asymmetrische, aber für beide Seiten bedeutsame Verhältnis zu werfen.

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt 5 € inkl. eines Getränks, Einlass ab 19 Uhr

 

Frühlingsfluten – Schauplatz Wiesbaden 1840

Lesung zum 200. Geburtstag von Iwan Turgenew

Abbildung: Kurpark und Kurhaus Wiesbaden um 1840, Landesbibliothek Wiesbaden

Der alternde Dimitri Pawlowitsch Sanin erinnert sich an das Jahr 1840, wo er sich in Frankfurt am Main in die italienische Konditorentochter Gemma verliebte und in Wiesbaden auf Marja Nikolajewna, die schöne und verführerische Frau seines Schulfreunds Polosow, traf.

Michael Forßbohm liest ausgewählte Stellen der Erzählung Frühlingsfluten von Iwan Turgenew. Brigitte Forßbohm zeigt Ansichten und Karten zum  Schauplatz Wiesbaden um 1840 und berichtet aus dem Leben des Dichters.

Dienstag, 17. April 2018, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt: 5 € inkl. ein Getränk, Einlass ab 19 Uhr

Shakespeare's Sonnette

Rita Rosen

 

liest ausgewählte Sonette von William Shakespeare in deutscher Übersetzung. 

Mittwoch, 14.03.2018,

19.30 Uhr

Eintritt: 5 € inkl. ein Getränk, Einlass ab 19 Uhr

Veranstalter: Caliban Literaturwerkstatt e.V.

Ort: Literaturtreff Multatuli Herderstraße 31, Wiesbaden

 

Halb Osten, halb Westen

Werkstattgespräch

Eckhart Dittrich, geboren 1952 in Dresden, aufgewachsen in Thüringen und Absolvent einer Moskauer Hochschule, sein bisheriges Leben episodenhaft aufgeschrieben.

Als diplomierter Stahl-schmelzingenieur war er für ein großes DDR-Kombinat international tätig und wurde für geeignet befunden, als Diplomat die Interessen von DDR-Bürgern konsularisch zu vertreten, die an einem großen Investitionsobjekt in der Ukraine mitwirkten. Er gibt in seinen Erinnerungen einen detailgetreuen Einblick in das alltägliche Leben in der DDR und der Sowjetunion. Als „gelernter DDR-Bürger“ beschreibt er aus ostdeutscher Sicht die Wendezeit. Am Beispiel seines Lebenslaufs zeichnet er die Folgen nach, die der gesellschaftliche und politische Umbruch für seine Generation hatte.

Eckhart Dittrich liest aus seinem unveröffentlichten Manuskript.

Dienstag, den 20.02.2018, 19.30 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
Eintritt: 5,00 €, incl. 1 Getränk , Einlass ab 19 Uhr

 

Literaturfreundinnen Dichterviertel

Rita Rosen – Heidrun Hirsch – Petra Rothe

Annette von Droste-Hülshoff und ihre Freundinnen

Am 10. Januar 1797 wurde Annette von Droste-Hülshoff geboren. Neben ihrer literarischen Tätigkeit pflegte sie intensive Freundschaften zu Frauen. Mit ihnen teilte sie in regen Briefwechseln persönliche Erlebnisse und erörterte Fragen zur Literatur. Hierdurch fand sie Unterstützung für ihr Schreiben und ließ sich auch zu Gedichten über ihre Freundinnen anregen.
Anhand von Briefen, Prosastellen und Gedichten charakterisieren die Literaturfreundinnen Dichterviertel Wiesbaden die Freundschaften der Droste im Einzelnen.
Mittwoch, den 17.01.2018, 19.30 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
Eintritt: 5,00 €, incl. 1 Getränk , Einlass ab 19 Uhr

Nicht nur zur Weihnachtszeit

Satire von Heinrich Böll

Drei Tage vor dem "Heiligen Abend", an seinem 100. Geburtstag, lassen wir Heinrich Böll mit einer Satire zu Wort kommen.

Es lesen Moni Gerloff und Michael Forßbohm am

Donnerstag, den 21.12.2017, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli,Herderstraße 31 in Wiesbaden
Eintritt 5,00 € inkl. eines Getränks, Einlass ab 19 Uhr

Heinrich Böll

Sechs Erzählungen

Heinrich Bölls literarische Leistung reicht von der seelischen Aufarbeitung der Schuld und der Leiden des deutschen Soldaten im Zweiten Weltkrieg über die Kritik des Adenauerstaates und seines engstirnigen Katholizismus, über die praktische Solidarität mit den verfolgten Dissidenten des Ostblocks und der reaktionären Diktaturen im Westen bis zur Auseinandersetzung mit dem Trauma des Terrorismus und seiner blinden Verfolgung.

Moni Gerloff und Michael Forßbohm haben sechs Erzählungen ausgewählt und lesen am

Mittwoch, den 15.11.2017, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt: 5,00 €, incl. 1 Getränk , Einlass ab 19 Uhr

 

Bacharach

Literarisch-historischer Spaziergang

Der Rhein ist zugleich der poetischste und der politischste Strom Europas. So fremd beide Begriffe einander scheinen, so eng sind sie doch in der Geschichte des Rheines und in der Dichtung vom Rhein miteinander verzahnt. (Werner Ross)

Foto: Brigitte Forßbohm

 

Rita Rosen, Brigitte und Michael Forßbohm und Oliver Piecha

Wir begeben uns auf die Spuren von Clemens von Brentano, Heinrich Heine, Victor Hugo und Alfons Paquet. Der Spaziergang führt über die Werner-Kapelle hoch zur Burg Stahleck und auf dem Stadtmauerweg wieder zurück in den Ortskern zum abschließenden gemütlichen Beisammensein in der Weinstube "Zum Weinkrug", Oberstraße 16-18.

Festes Schuhwerk, Wanderstöcke, Regenschutz und Verpflegung für unterwegs sind zu empfehlen.

Sonntag, den 22.10.2017, Treffpunkt 11 Uhr im  Hauptbahnhof Wiesbaden, Abfahrt um 11.19 Uhr auf Gleis 3. Rückfahrt mit dem Schiff, 18.30 Uhr ab Bacharach und der Bahn, 19.48 Uhr ab Assmannshausen, Ankunft in Wiesbaden um 20.25 Uhr.

Anmeldung bei B. und M. Forßbohm, Tel (06 11) 30 94 33 oder per mail service@caliban-literaturwerkstatt.de

 

Jutta Schubert

Zu blau der Himmel im Februar

Buchpräsentation und Lesung

Jutta Schubert, Autorin und Theaterregisseurin, hat sich mehrere Jahre in das Studium über den Widerstandskampf der "Weißen Rose" vertieft, ausführliche Gespräche mit Zeitzeugen geführt, Dokumente ausgewertet und Verhörprotokolle durchgearbeitet, bevor sie zunächst das Schauspiel "Die Weiße Rose – aus den Archiven des Terrors" und dann 2012 den Roman "Zu blau der Himmel im Februar" schrieb, der 2016 in zweiter Auflage erschienen ist. In ihrem Roman folgt Jutta Schubert den Spuren des Mitbegründers der "Weißen Rose", des 1917 in Russland geborenen Medizinstudenten Alexander Schmorell. Nach der Verhaftung seiner Mitstreiter begibt er sich auf eine verzweifelte Flucht. Er wird steckbrieflich gesucht. Was tun, wohin sich wenden? Schmorell sieht die Erlebnisse der vergangenen Monate wie einen Film an sich vorüberziehen.

"Die in diesem Roman geschilderten Ereignisse halten sich - soweit ich sie rekonstruieren konnte - an die tatsächlichen historischen Begebenheiten", schreibt die Autorin im Nachwort zu dem Roman, den Leser*innen erst weglegen werden, wenn sie ihn ausgelesen haben. Er vermittelt ein Gefühl dafür, was es hieß, unter der Diktatur der Nazis zu leben und gegen sie zu kämpfen, anschaulicher und eindrucksvoller als manches Sachbuch.
Donnerstag, den 5.10.2017, 19.30 Uhr
Saal im Hilde-Müller-Haus, Wallufer Platz 2,

65197 Wiesbaden
Eintritt: 5,00 € , Einlass ab 19 Uhr
Veranstalter: Caliban Literaturwerkstatt e.V. und HERUS e.V.

Luther Luther!

500 Jahre Reformation – das Lutherjahr nimmt Fahrt auf und strebt seinem Höhepunkt im Oktober entgegen. Otto Winzen hat dazu eine skurrile Erzählung geschrieben, die wie folgt beginnt:
"Vor einiger Zeit begann ich mit den ersten Szenen eines Librettos zu einer geplanten Oper über Martin Luther, das nie wirklich über den Plan hinauskam ... Doch irgendwann dachte ich, es ist doch schade um die Sache. Mach' was draus. Es muss ja keine Oper sein. Schreib' eine Erzählung. Die Reise mit Luther kann doch interessant werden."
Dienstag, den 19.9.2017, 19 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
Eintritt: 5,00 € incl. ein Getränk, Einlass ab 19 Uhr

Der Weltdeutsche – Eine Biografie Alfons Paquets

Präsentation und Lesung

Dem Wiesbadener Historiker Oliver M. Piecha ist es gelungen, eine umfassende Biografie des in Wiesbaden geborenen Schriftstellers Alfons Paquet vorzulegen, die ein besonderes Vergnügen beim Lesen bereitet. Als hätte er Paquet auf Schritt und Tritt begleitet, so anschaulich schildert Piecha das bewegte Leben seines Protagonisten. Viele Jahre hat er sich Zeit genommen, den Nachlass des 1881 in Wiesbaden geborenen Weltreisenden auszuwerten. Piecha hat sich gründlich mit den Zeitumständen und Zusammenhängen vertraut gemacht, in den Paquet "unterwegs" war. Und da an Paquet von vielen seiner Zeitgenossen vor allem seine Vielseitigkeit hervorgehoben wurde*, ist mit der Biografie ein grandioses Zeitpanorama entstanden, das den Leser in seinen Bann zieht.

Montag, 22. Mai 2017, 19.30 Uhr

Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, Wiesbaden

Eintritt: EUR 5.00, Einlass ab 19 Uhr

*) Der Dürerbundkalender 1930 über Paquet: "Lyriker, Balladiker, Romandichter, Erzähler, Dramatiker, Reiseschriftsteller und Essayist in einer Person. Weltkind und Religiöser, Einsamer und sozial Gesinnter, Stadtbewohner und Wüstenreisender, Geograph und Soziologe, Wirtschaftskenner und Journalist, Vielspracher und Sprachenschöpfer, moderner Zeitgenosse und zeitloser Mystiker"

Adornos Nachbar

Otto Winzen rezitiert zum Tag der der Literatur aus seiner Erzählung

In seiner Erzählung Adornos Nachbar lässt Otto Winzen den Ruheständler und Alt-68er Franz auf die Idee kommen, seine letzte Ruhestätte neben Theodor W. Adorno auf dem Frankfurter Hauptfriedhof zu finden. Folgen Sie Otto Winzen am 7. Mai, dem Tag der Literatur in Hessen, vom Hauptportal zum authentischen Ort der Lesung.

Sonntag, 7. Mai 2017, 11 Uhr, Altes Portal des Hauptfriedhofs,

Eckenheimer Landstraße 188-190, Frankfurt am Main, Eintritt EUR 5.00

Die Caliban Literaturwerkstatt e.V. organisiert von Wiesbaden aus eine Fahrt mit Gruppentageskarten. Wenn Sie mitfahren wollen, kommen Sie bitte am 7. Mai bis 9.20 Uhr in den Wiesbadener Hauptbahnhof. Wir treffen uns dort in der Mitte der Halle. Die S 1 fährt um 9.35 Uhr ab. Wir fahren bis zur Konstablerwache, steigen in die U 5 um und sind um 10.38 Uhr an der Haltestelle Hauptfriedhof.

Wer die S 1 um 9.35 Uhr verpasst, kann auch mit der S 9 um 9.41 Uhr pünktlich zum Ziel kommen (auch hier Umsteigen auf der Konstablerwache in die U 5).

Henri Hohenemser: Die Geschichte vom Schnittlauchtopf

Lesung

Ein herunterfallender Schnittlauchlauchtopf löst eine fantastische Reise rund um die Welt aus. Wir werden Zeugen der Verwandlung des Hausschweins Gregor zum Top-Terroristen, besuchen einen Flohzirkus in Karatschi, erleben wie Rieger Beni aus Rosenheim auf dem Mount Everest einen Riesensemmelknödel kocht, nehmen Anteil am Schicksal des Flohschauspielers Rodolfo, erleben eine wilde Hochzeitsfeier auf Schloss Rattleborrough und vieles mehr ...
Mittwoch, den 15. März 2017, 19.30 Uhr,

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31 in Wiesbaden
Eintritt: 5,00 € incl. ein Getränk
Veranstalter: Caliban Literaturwerkstatt e. V., EDITION 6065

 

Bei Weck, Worscht un Woi

nach em Zuch in Meenz!

Kostüme und Humoristische Beiträge sind erwünscht!

am Rosenmontag, den 27. Februar 2017, ab 18.00 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, 65185 Wiesbaden

 

Von schwarzen und weißen Seiten

Performance

Die Gedichte Bernd Stickelmanns loten das Land mit und durch Sprache aus: ‚Meter für Meter/wogen ihre Worte/über Landstriche’. So in seinem neuen Gedichtband ‚sagen Landvermesser’ (axel dielmann Verlag), dessen Verse den schillernden und medialen Alltag des städtischen Lebens mit lyrischen Klängen und Melodien aufdecken. Die lassen stolpern, öffnen Sprachräume und (Ein-) Sichten. Eberhard Emmel setzt mit dem Saxophon den poetischen Texten ausdrucksstarke Töne entgegen. In dieser Performance schwingen sie zwischen schwarzen und weißen Seiten.

Freitag, den 17.2.2017, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli Herderstraße 31

Eintritt: 5,00 € incl. ein Getränk

Otto Winzen

Camilla auf meinen Füssen

Buchpräsentation und Lesung

Otto Winzen hat Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen angetroffen. Als genauer Beobachter schildert in seinen kurzen Erzählungen nicht nur, was er gesehen und gehört hat, sondern schafft kleinformatige Wortbilder mit Tiefenwirkung.
Otto Winzen, Jahrgang 1951, ist in Wiesbaden aufgewachsen und wohnt in Frankfurt am Main. Seit 1980 schreibt er Prosa, Lyrik und Essays.
In den letzten Jahren erschienen von ihm Blendung einer Amazone (2011), Requiem auf eine Hand (2013), Ein Piano im Garten. Drei Reisen nach Verdun (2014), Adornos Nachbar (2015) und Camilla auf meinen Füssen (2016).
Dienstag, 17.01.2017, 19.30 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31 in Wiesbaden
Eintritt: 5,00 € incl. ein Getränk

Haiku-Auslese 2016

Der Haiku-Kreis Wiesbaden stellt neue Haiku vor. Sie entstanden im vergangenen Jahr. Verschiedene Themen und Erlebnisse wurden in Haikuform verarbeitet. In diesem Jahr legt der Haiku Kreis den Kalender 2017 vor. Fotos, Bilder und Haiku begleiten durchs Jahr.
Dienstag, den 6.12.2016, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
Eintritt 5 €, incl. ein Getränk, nur Abendkasse, Einlass ab 19 Uhr

Frédéric Chopin – ein Porträt in Wort und Musik

Kurz nachdem Chopin Polen 1830 verlassen hatte, brach dort der Novemberaufstand gegen die russische Herrschaft aus. Aus einer Auslandsreise wurde so ein lebenslanges Exil, allerdings in der "schönsten aller Welten", wie Chopin seine neue Heimat Paris nannte.

Eine Auswahl aus Chopins Briefen sowie Zitate von Zeitgenossen wie z.B. Robert Schumann oder George Sand über ihn oder seine Musik entwerfen ein vielseitiges Bild von Chopin als Komponist, Pianist und Mensch.

Seine eigentliche Sprache, nämlich seine Kompositionen, werden am Klavier, das er selbst als sein zweites Ich bezeichnete, zu Gehör gebracht.

Am Klavier: Barbara Prieto

Sprecher: Karl Jürgen Sihler, Marcel Andrée

Freitag, 25.11.2016, 19.30 Uhr,

Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, Wiesbaden, Eintritt 12/10 €, nur Abendkasse, Einlass ab 19.00 Uhr

Selten nur hat ein Autor sich auf dem Gebiet des politischen Romans so weit vorgewagt wie es Peter Weiss (1916-1982) mit seinem Hauptwerk Die Ästhetik des Widerstands getan hat. Als Roman über den antifaschistischen Widerstand in Deutschland begonnen, entwickelte er sich während des Schreibens zu einem historischen Epos, in dem die dialektische Spannung zwischen Politik und Kunst, zwischen realer Lage und Vision, zwischen Befreiung und Inspiration ausgeführt wird.
Ein historischer Roman, weil Weiss nach jahrelangen Quellenstudium noch einmal die deutsche Geschichte von 1919 bis 1945 nachzeichnet und sich als Romanautor die Freiheit nimmt, Zusammenhänge aufblitzen zu lassen und die Wahrheit ungeschminkt bloßzulegen.
Ein Roman über die bildende Kunst Europas, weil Peter Weiss – selbst Maler und Filmemacher – Bilder neu sehen lehrt. Ein politischer Roman, weil er die Leserin, den Leser verändert.
In der BRD erschienen die drei Bände der Ästhetik 1975, 1978 und 1981 im Suhrkamp Verlag; in der DDR 1983. Sinnigerweise gehörte Jens-Fietje Dwars 1985 einem Zirkel Jenaer Studenten an, der sich Zugang zu dem Roman des in Ost und West gleichermaßen unbequemen Autors verschafft hatte.
Dwars bringt Restexemplare seiner 2007 erschienenen Biografie Und dennoch Hoffnung. Peter Weiss, Aufbau Verlag Berlin 2007, mit – sie ist beim Verlag vergriffen und antiquarisch nur in wenigen Exemplaren erhältlich.

Michael Schneider: Ein zweites Leben

 

Freitag, 07.10.2016

19.30 - 21.30 Uhr

Spiegelsaal im Walhalla

Mauritiusstraße 3

Ein magisch-musikalisches Rahmenprogramm wird dieser Lesung einen ganz besonderen Zauber verleihen!

Eintritt EUR 10.00,

nur Abendkasse, Einlass ab 19.00 Uhr

Autor Michael Schneider, Romancier, Essayist und Zauberkünstler – Mitbegründer der Caliban Literaturwerkstatt – liest aus seinem neuesten Werk.

Nach seinen historischen Romanen Der Traum der Vernunft (2001) und Das Geheimnis des Cagliostro (2007) begegnet Michael Schneider seinen Lesern mit seinem neuen Roman Ein zweites Leben (2016) als subtiler Beobachter der Gegenwart.

Fabian Fohrbeck, Professor der Kulturwissenschaften, verliert mit 62 Jahren den Boden unter den Füßen. Seine langjährige Frau und Seelenverwandte Dorothea ist überraschend gestorben, an der Uni droht ihm wegen Sparmaßnahmen die Stellenstreichung, er bäumt sich auf – und bricht fast zusammen.

Er findet sich in einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik wieder, widerwillig zwar, aber auch neugierig ...

"Als Gesellschaftskritiker verbindet Michael Schneider die eigene Trauer mit einer Zeitanalyse, die sich auf unseren Umgang mit der Zeit konzentriert. Wir haben immer mehr Zeit und meinen, immer weniger zu haben.

In mitreißendem Stil entwirft Michael Schneider eine nahegehende Darstellung seiner Trauer und den schwierigen Wiedereinstieg in eine neue Liebesbeziehung, die seinem Protagonisten Ein zweites Leben verspricht. Ein dickes Buch - voller Emotionen und Reflexionen."

Viola Bolduan, Wiesbadener Kurier, 21.05.2016

 

Der Vater eines Mörders

Literaturgespräch mit Aglaja Beyes und Otto Winzen

 

Tatort Klassenzimmer: Erzählt wird eine Schulstunde, die dem 14-jährigen Franz Kien alias Alfred Andersch im Mai 1928 am Wittelsbacher-Gymnasium in München zum Verhängnis wurde. Vom Rektor geprüft in griechischer Grammatik, fällt er durch und muss das Gymnasium verlassen. Eine Lektion in pädagogischem

Sadismus. Der Rektor war der alte Himmler, der Vater des „Reichsführers SS“ Heinrich Himmler. Wie bei Wedekind, Ludwig Thoma, Gerhard Hauptmann und Hermann Hesse geht es bei Alfred Andersch um die Voraussetzung von Erziehung und danach erst um ihre Folgen. Alfred Anderschs politisches wie erzählerischesVermächtnis, kurz vor seinem Tod beendet, ist in seinem Todesjahr 1980 erschienen.

Mittwoch, 22.06.2016, 19.30 Uhr,

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31 in Wiesbaden

Eintritt: 5,00 € incl. ein Getränk

Lyrik und Lebenserinnerungen von Erich Fried

Moni Gerloff / Michael Forßbohm / Eberhard Emmel

 

Der 1921 in Wien geborene Erich Fried (Foto: Jörn Briese)  floh 1938 vor den Nazis nach London. Ab 1944 trat er als Lyriker, ab 1958 als Übersetzer hervor. Von 1968 bis 1988 lebte er als freier Schriftsteller. Aufgrund seines politischen Engagements erwarb er sich den Ruf als "Stören-Fried".

"In den sechziger Jahren habe ich in den Texten Frieds, die ich als Wortspiel verstand, nicht die Differenzierungen wahrgenommen. Erst heute bin ich in der Lage einzusehen, was Erich Fried versucht hat. Ich verstehe ihn und bin überzeugt, dass sein Werk zum Dauerhaftesten gehört, was diese Zeit hervorgebracht hat." (Helmut Heissenbüttel)

Fried erhielt 1987 den Georg-Büchner-Preis.

Moni Gerloff und Michael Forßbohm rezitieren Gedichte und lesen aus Frieds Erinnerungen.

Eberhard Emmel spielt Saxophon und andere, selten zu hörende Instrumente.

Mittwoch, 18.05.2016, 19.30 Uhr

im Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31 in Wiesbaden

Eintritt je 5,00 € incl. ein Getränk

Camilla auf meinen Füßen

Was macht Camilla am Strand auf fremden Füßen?

Was genau geschieht beim Sturz eines Weltenlenkers?

Was macht eine Frau, wenn sie mit ihrer Tochter telefoniert und plötzlich Schritte im nächtlichen Parkhaus hört?

Wie gelangt ein Konzert-besucher, der Bach hört, zum Mars?

Warum verkauft jemand drei Totenschädel in Papier aus der Plastiktüte?

Das sind Fragen, die einer präzisen Antwort bedürfen. 55 Geschichten zu je 2 Seiten. Auf den Punkt gebracht. Mikro- und Makrowelten. Ein Kompendium. Über unsere Gegenwart. Unsere Vergangenheit. Unsere Zukunft.

In einer Lesung aus dem Erzählband „Camilla zu meinen Füßen“ mit anschließendem Werkstattgespräch.

Mittwoch, den 23.3.2016, 19.30 Uhr,

Literaturtreff Multatuli, Herderstr. 31, Wiesbaden

Eintritt: EUR 5 inkl. ein Getränk

 

Wieland-Abend

Mit Norbert Haller und Michael Forßbohm

Christoph Martin Wieland (1733-1813) hat als Schriftsteller der Aufklärung, als sprachschöpferischer Übersetzer der Dramen Skakespeares, als Herausgeber der ersten deutschen Kulturzeitschrift, "Der Teutsche Merkur", und als Freigeist in seiner Zeit und über sie hinaus gewirkt.

Wer war Wieland? Was schrieb er und wie klingt das heute? Wie stand der unermüdliche Aufklärer den politischen Umbrüchen seiner Zeit gegenüber?

Donnerstag, den 18.02.2016, 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt: EUR 5 incl. ein Getränk

Rita Rosen

Frauenzimmer

Lesung

 

 Gedichte und Geschichten

mit Zeichnungen von Silvia Willkens

 

Mittwoch, 20.01.2016, 19.30 Uhr

 Literaturtreff Multatuli

Herderstr. 31, Wiesbaden

Einlass ab 19 Uhr


Musik:

 Ilse Schröer

 (Saxophon und Bassklarinette)

 

 Mit Augenzwinkern nennt Rita Rosen ihren Gedichtband „Frauenzimmer“. Ein Begriff, der vom „Gemach der Herrin“ im ausgehenden Mittelalter bis zu seiner scherzhaften und eher gering- schätzigen Bedeutung seit dem 19. Jahrhundert Wandlungen erfahren hat.

Die Autorin betrachtet und würdigt in ihren Gedichten und Geschichten Frauen in Politik, Literatur und Kunst der Vergangenheit und Gegenwart.

Eintritt: EUR 5 incl. ein Getränk

Veranstalter: Caliban Literaturwerkstatt

Rita Rosen, Frauenzimmer, Gedichte und Geschichten, mit Zeichnungen von Silvia Willkens,

13 x 21 cm, 6 Abb. s/w, ISBN 978-3-941072-17-6, EUR 11.90, www.edition6065.de

Eine herrliche Herbstwanderung am Rhein! Rita Rosen rezitierte ihr Gedicht "Germania" aus dem gerade erschienen Band "Frauenzimmer" ...

Literarische Herbstwanderung am Rhein

Sonntag, den 8.11.2015

10.15 Uhr, Hauptbahnhof Wiesbaden





 

 

Wir beginnen in  Assmannshausen mit der Besichtigung des Freiligrath-Zimmers im Hotel Zur Krone, geführt von Dr. Rita Rosen. Danach geht es bergan zum Niederwald-Denkmal, über St. Hildegardis, das ehem. Kloster Nothgottes und Marienthal zum Gutsausschank Weihermühle in Johannisberg.

Unterwegs rezitieren Rita Rosen, Michael Forßbohm, Otto Winzen und Brigitte Forßbohm aus literarischen Zeugnissen.

Rückfahrt mit der Bahn ab Geisenheim. - Festes Schuhwerk, Regenschutz und Verpflegung für unterwegs sind zu empfehlen.

Treffpunkt im Wiesbadener Hauptbahnhof um 10.15 Uhr an Gleis 1, dort Abfahrt um 10.33 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung bei B. und M. Forßbohm, Tel. 0611-309433, über www.caliban-literaturwerkstatt.de oder per mail

service@caliban-literaturwerkstatt.de

Endlos peitscht der Regen ...

Endlos peitscht Regen

durch verblühende Gärten,

nichts bleibt, wie es war.

Haiku ist ein japanischer Dreizeiler mit 17 Silben. Diese Form der Dichtung findet immer mehr Freundinnen und Freunde außerhalb ihres Ursprungslandes – so auch in unserer Stadt.

Die Mitglieder des Wiesbadener Haiku-Kreises präsentieren ihre schönsten Dichtungen aus 2015, traditionelle wie auch moderne Haiku, begleitet von meditativen Klängen.

Dienstag, den 01.12.2015, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Eintritt: EUR 5 incl. ein Getränk


Wiesbaden im Sommer

Autorenlesung mit Christiane Geldmacher, Richard Lifka, Belinda Vogt und Rita Rosen
Fünfzehn Autorinnen und Autoren aus Wiesbaden haben über ihre Stadt geschrieben. Sie setzen ihr damit ein "Luftiges Denkmal" (Wiesbadener Kurier). Die Geschichten und Gedichte, Haibun und Haiku handeln von Erlebtem, Beobachtetem und von phantastischen Wiesbadener Welten.
Mittwoch, den 28.10.2015, 19.30 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
EUR 5.00, incl. ein Getränk, Einlass ab 19.00 Uhr


Otto Winzen

Adorno in Amorbach

Alexander Kluge hat es einmal in etwa so gesagt: Theodor W. Adorno lebte nicht in der Erinnerung an das Glück seiner Kindheit. Er spürte den Mangel durch die Abwesenheit eben dieses Glücks. Dessen Abwesenheit wurde aber zu Adornos Antrieb im Leben.

Adorno verbrachte in seiner Kindheit viele Urlaube mit den Eltern und seiner Tante in Amorbach, im Hotel Post. Mehr als fünfzig Jahre lang kam er mehrmals im Jahr an diesen Ort seines frühkindlichen Glücks zurück. Er empfand dieses Amorbach wie eine "Zeitkapsel", in der ihm alles aufgehoben zu sein schien, was ihm wichtig war und was ihn glücklich sein ließ.

Was hatte es mit diesem Zauberort Amorbach auf sich?

Wie sah Adorno diesen Ort? Was fand er dort?

Der Abend versucht darauf eine Antwort zu geben.

Donnerstag, den 10.09.2015, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

EUR 5.00, incl. ein Getränk, Einlass ab 19.00 Uhr

Mein Mörike

"Frühling lässt sein blaues Band

wieder flattern durch die Lüfte ..."

Diese Verszeile von Eduard Mörike ist fast allen Literaturfreunden bekannt. Aber sein Werk umfasst viele Gedichte, Erzählungen und Romane.

An diesem Abend wollen wir in seinem Werk blättern. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, einen Text des Dichters mitzubringen und ihn zu rezitieren. Dr. Rita Rosen stellt einige Aspekte des Lebens von Mörike dar und leitet den Abend.

Donnerstag, 09.07.2015, 19.30 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstr. 31, Wiesbaden

Der Eintritt ist frei.

Otto Winzen stellt seine neue Erzählung vor:

Adornos Nachbar

Theodor W. Adorno (1903-1969), eine der prägenden Gestalten der Frankfurter Schule, spielt auch im Leben des Schülers Franz eine wichtige Rolle. Um ihn hin und wieder im Hörsaal zu erleben, schwänzt er die Schule und fährt mit seinen älteren Freunden nach Frankfurt. Doch nicht nur dort ist er seinem Idol nahe. Adorno und Franz verbindet noch etwas: die Liebe zu Amorbach im Odenwald.
 Der älter gewordene Franz reflektiert seine Jugendbeziehung zu Adorno. Er möchte im Alter dem Meister wieder nahe sein. Auch über den Tod hinaus. Dazu hat er eine originelle Idee ...
Eine Erzählung über Jugend und Alter, Leben und Tod. Ein Spiel mit und über Adorno, das Volker Blumenthaler in seinem Fotoessay „Glückskapsel Amorbach“ eindrucksvoll ergänzt.
Adornos Nachbar, Erzählung, mit einem Fotoessay "Glückskapsel Amorbach" von Volker Blumenthaler, 98. S., ISBN 978-3-941072-16-9, EUR 9.90,

http://www.edition6065.de/belletristik/
Montag, den 08.06.2015, 19.30 Uhr
Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden
Eintritt: EUR 5.00, incl. ein Getränk, Einlass ab 19.00 Uhr

Wo waren Wladimir und Estragon eigentlich im Zweiten Weltkrieg?"

 

Haben sich Generationen von Literaturwissenschaftlern und Regisseuren bei Becketts berühmtestem Theaterstück „Warten auf Godot“ geirrt? Gingen hunderte von Promotionen und Essays zu diesem Stück von falschen Grundlagen aus? Ist damit gar ein Teil der Literaturgeschichte revidiert? Denn: eines der bedeutendsten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts ist mehr als eine absurde Abstraktion. Pierre Temkine und seine Mitautoren geben in ihrem Buch "Warten auf Godot. Das Absurde und die Geschichte" (Verlag Matthes & Seitz 2008) eine präzise Antwort auf die Frage Bertolt Brechts.

 

Otto Winzen und Michael Forßbohm vollziehen diese ungeheuer spannende Entdeckung nach.

Montag, 11.05.2015, 19.30 Uhr


Chaplin und Churchill

Winston Churchill und Charlie Chaplin - der große Komiker und der große Staatsmann als Brüder im Geiste, zwei bedeutende Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, so unterschiedlich wie nur möglich und doch enge Freunde. Das ist eine Geschichte, die so originell ist, dass sie nicht erfunden sein kann", schreibt Martin Oehlen im Kölner Stadtanzeiger.

Lesung aus "Zwei Herren am Strand" von Michael Köhlmeier

Es lesen: Moni Gerloff und Michael Forßbohm

Mittwoch, 25.03.2015, 19.30 Uhr

EUR 5.00, ein Getränk inklusive, Einlass ab 19 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Bouvard und Pécuchet

Michael Forßbohm und

Otto Winzen lesen aus Gustave Flauberts fast unbekanntem Meisterwerk.

Bouvard und Pécuchet arbeiten in Paris als Schreibkräfte, der eine in einer Handelsfirma, der andere im Marineministerium. Durch eine Erbschaft Bouvards können sie der Stadt den Rücken kehren, aufs Land ziehen und ihrem Wissensdrang frönen. Planlos verschlingen sie alle ihnen erreichbare Literatur, zunächst über die Landwirtschaft. Ihr Eifer schadet ihnen jedoch nur bei der Umsetzung des Gelesenen auf ihrem Landgut. Immer neue Enttäuschungen entmutigen sie nicht, sondern haben stets nur einen Wechsel ihres Wissensgebietes zur Folge.

Ein Parforceritt Flauberts über die Wissensgläubigkeit in allen Gattungen, heute so aktuell wie damals modern und literarisch revolutionär.

Donnerstag, 15.01.2015, 19.30 Uhr

EUR 5.00, ein Getränk inklusive, Einlass ab 19 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

Die Dicherin Else Lasker-Schüler (1869-1945)

Helmut Bohl / Moni Gerloff / Rita Rosen / Reinhard Wedekind

Else Lasker-Schüler gilt als eine der bedeutesten Dichterinnen Deutschlands und als eine Vertreterin der expressionistischen Lyrik. Im Januar 2015 jährt sich ihr Todestag zum 70. Mal. Anhand von Selbstzeugnissen stellen wir Stationen ihres Lebens vor - von Elberfeld bis Jerusalem. Wir lesen Gedichte und Prosatexte, und bieten in einer szenischen Lesung einen Einblick in eines ihrer Theaterstücke.

Ich habe zu Hause ein blaues Klavier

und kenne doch keine Note.

Es steht im Dunkel der Kellertür,

seitdem die Welt verrohte ...

Donnerstag, 19.02.2015, 19.30 Uhr

EUR 5.00, ein Getränk inklusive, Einlass ab 19 Uhr

Literaturtreff Multatuli, Herderstraße 31, Wiesbaden

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Die nächste Veranstaltung

Die Wieder-gutmachung oder wie man einen verlorenen Krieg gewinnt

15.11.2018, 19.30 Uhr, Treffpunkt Aktiv, Adlerstr. 19, Wiesbaden